Presse-Schmompf: Spiegel Onlines „Schwager eines Managers“

Die Frau des Bruders dieses Schwagers… Zugegeben, Sätze mit drei Punkten ausschleichen zu lassen, ist auch nicht schön. Aber was da die twitternde Redaktion von Spiegel Online zum besten gibt, atmet den Geruch frühkindlicher Sprachbildung.

Mal ehrlich, liebloser sieht man selten 140 Zeichen aneinander gereiht durch die Timeline tickern. Was haben sich die vermeintlichen Redakteure dabei gedacht – oder lässt der Spiegel tatsächlich nur Schülerpraktikanten in den Social Networks schreiben? Die haben eben mal die Einleitung zu ihrem Ferienaufsatz für das Grubenunglück in Soma verwandt. Immerhin können die Redakteure den Bogen noch bekommen, wenn sie daraus einen Schreibwettbewerb für angehende Autoren machen.

Was bleibt ansonsten? Zumindest die Tatsache, dass ich nach diesem glänzenden Anleser keine Lust mehr verspüre, den sicherlich sehr trockenen Tatsachenbericht zu lesen. Damit würde ich nur unnötig meiner Fantasie die Flügel stutzen. Die wandert gerade mit dem Schwager des Managers und dessen Frau in grünbewaldete, renaturierte Abbau-Landschaften und erkundet dort graue Schatten – nicht die von Peter Nimtsch.

Teilen ist das neue Haben
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