Tizis 2 Cent: Die etwas andere Presseschau

Damit das mal klar ist: Gaddafi ist weder in Niger noch im Niger. Wäre er in Letzterem, dann wäre ein Aufenthalt in Nigeria, Benim, Mali und Guinea auch denkbar. Was sich die BZ dabei gedacht hat? Immerhin hat sie den Flüchtigen mittlerweile aus den Tiefen des Niger geholt und auch in Niger ist er nun defintiv nicht. Weitere Presse-Ausrutscher gefällig?

In welche geistigen Höhen sich ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung schwingt, wenn er sich mit dem Tod des sogenannten Bierbarons Bruno Schubert beschäftigt, kann man anhand der gelungenen Überschrift „Zwischen Hopfen und Bangen“ erkennen. Und nicht nur das der Leser den Text über zwischen Hopfen und Bangen schwebt, er lernt auch noch, dass man auf die Schokoladenseite des Lebens fallen kann.

Wenn es um Dachzeilen geht, dann merkt man, dass dem ein oder anderen Autor dieser Teil wohl nicht ganz so wichtig ist. „Unfall bei Joggen“ lautet der kurze Hinweis, zeitgleich erscheint ein Beitrag der in der Dachzeile verkündet „Crash bei Heppenheim„. Stellt sich doch die Frage, wo liegt eigentlich dieses Joggen? Das die Schauspielerin Reese Witherspoon von einer Auto-Oma angefahren wurde, ist da schon nebensächlich.

Schön wie eine Perlenkette ist die Überschrift zum Beitrag über die Trennung von Georg Clooney. „Elisabetta Canalis: Clooney ein Weichei?“ – Warum steht das eigentlich noch als Frage im Raum? Wer mit Vorliebe Voluto trinkt, der ist für den Ristretto zu schwach – alles klar?

Teilen ist das neue Haben
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